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Von der Steuererklärung bis zur Schlussabrechnung

Seit dem Jahr 2001 gilt im Kanton Bern das System der Gegenwartsbesteuerung. Das heisst, die Einkommenssteuer ist für das Jahr geschuldet, in dem das Einkommen erzielt wird. Dieses Jahr nennt man Steuerjahr oder Bemessungsperiode.
Da sich die Höhe des Einkommens erst nach Ablauf des Steuerjahres feststellen lässt, findet der Versand der Steuererklärung sowie die Veranlagung und Abrechnung für das Steuerjahr jeweils erst im Folgejahr statt.

Damit dem Kanton und den Gemeinden trotz dieser zeitlichen Verzögerung die Geldmittel für ihre laufenden Ausgaben zur Verfügung stehen, leisten die Steuerzahler im Kanton Bern in Form von drei Steuerraten eine Art Akonto- bzw. Teilzahlung für ihre voraussichtliche Steuerschuld. Sobald die Veranlagung des Steuerjahres erfolgt ist, wird die Schlussabrechnung erstellt und die tatsächlich geschuldete Steuer mit den bezahlten Raten verrechnet.

Die einzelnen Schritte im Detail

Zu Beginn des Jahres erhalten alle Steuerpflichtigen von der Steuerverwaltung des Kantons Bern die Unterlagen zur Steuererklärung für die Einkommens- und Vermögenssteuern (immer für das vergangene Kalenderjahr) mit der Aufforderung, diese per Post oder elektronisch mit TaxMe einzureichen.

Die Steuererklärung muss spätestens bis zum 15. März (selbstständig Erwerbstätige bis 15. Mai) ausgefüllt und eingereicht werden. Falls nötig kann innerhalb dieser Frist eine Fristverlängerung eingereicht werden; dafür kann eine Gebühr erhoben werden.

Die von den Steuerpflichtigen eingereichte Steuererklärung wird erfasst, überprüft und allenfalls korrigiert – wenn nötig nach Rückfrage.

Vergleichbar mit einer Heizkostenabrechnung erhalten die Steuerpflichtigen auf der Basis der letzten Veranlagung oder der aktuellen bekannten Angaben jeweils im Mai, August und November eine Akonto-Steuerrechnung, die 40%, 70% und 100% des voraussichtlich geschuldeten Rechnungsbetrages ausmachen, abzüglich bisher geleistete Zahlungen. Falls eine Steuerrate nicht bezahlt wird, erhöht sich die nächste Rate um den Fehlbetrag der vorgängigen Rechnung. Bei verspäteter Zahlung wird ein Verzugszins verrechnet.

Nach der Verarbeitung der Steuererklärung erhalten die Steuerpflichtigen die definitive Veranlagungsverfügung zusammen mit der Schlussabrechnung. Damit ist das Veranlagungsverfahren abgeschlossen. In der Veranlagungsverfügung wird das definitiv bestimmte steuerbare Einkommen und Vermögen im Detail mitgeteilt. Einzelne Ziffern aus der Steuererklärung sind allenfalls angepasst, korrigiert und begründet.

Mit der Schlussabrechnung bestimmt die Steuerverwaltung den definitiven Steuerbetrag und erstellt gleichzeitig einen Abgleich zu den Ratenrechnungen, der allfälligen provisorischen Abrechnung und den bereits erfolgten Zahlungen. Besteht noch eine Differenz, dann wird diese mit der Schlussabrechnung nachgefordert oder der Steuerpflichtige wird über die Höhe der Rückerstattung informiert. Zudem wird in der Schlussabrechnung auch das definitive Guthaben der Verrechnungssteuer festgesetzt. Dieses rechnen wir Ihnen an Ihrem definitiven Steuerbetrag an.

Sowohl die Veranlagungsverfügung als auch die Schlussabrechnung kann angefochten werden. Zu beachten ist dabei die Einsprachefrist; diese beträgt 30 Tage. Sie gilt sowohl für Fehler, die möglicherweise beim Ausfüllen der Steuererklärung passiert sind als auch für Korrekturen, welche die Steuerverwaltung vorgenommen hat und mit denen die Steuerpflichtigen nicht einverstanden sind.

Es ist daher wichtig, dass die Steuerpflichtigen die Veranlagungsverfügung und die Schlussabrechnung genau und rechtzeitig prüfen! Wenn die Einsprachefrist nicht genutzt wird, werden die Verfügung und die Schlussabrechnung rechtskräftig und können grundsätzlich nicht mehr korrigiert werden.

Hinweis

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