Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Glossar: Steuerbegriffe von S – Sz

Die wichtigsten Steuerbegriffe von «Sozialabzüge» bis «Steuerteilung».

straflose Selbstanzeige Seit 1.1.2010 besteht die Möglichkeit, bisher nicht versteuerte Einkommen oder Vermögen einmalig ohne Straffolge zu melden, z.B. mit Schreiben an die Steuerverwaltung oder Beilage zur Steuererklärung. Geschuldet sind lediglich die Steuern für max. 10 Jahre sowie die Verzugszinsen. Die erstmalige Deklaration in der Steuererklärung ohne zusätzlichen Hinweis auf die bisherige Nichtversteuerung gilt nicht als Selbstanzeige. Bei jeder weiteren Selbstanzeige beträgt die Busse einen Fünftel der hinterzogenen Steuer.

Sozialabzüge

Bei den Sozialabzügen handelt es sich um Abzüge, welche die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Personen berücksichtigen sollen. Beispiele: Allgemeiner Abzug, Kinderabzug, Unterstützungsabzug usw.

Steueranlage

Die Steueranlage ist der Faktor, mit dem die Einfache Steuer multipliziert wird, um die dem Kanton oder einer Gemeinde geschuldeten Steuern zu berechnen. Oder: Ausgehend von der ermittelten Einfachen Steuer wird mit der Steueranlage die tatsächlich geschuldete Steuer ermittelt. Die Steueranlage von Kanton und Gemeinden wird jeweilen vor Beginn des Steuerjahres festgesetzt.

Steuerausscheidung

Mit der Steuerausscheidung werden die Einkünfte und Abzüge sowie die Vermögenswerte und Schulden einer Person auf die Kantone (interkantonale Steuerausscheidung) bzw. Staaten (internationale Steuerausscheidung) aufgeteilt. Eine Steuerausscheidung erfolgt, wenn zwei oder mehrere Kantone oder Staaten eine Person für das gleiche Einkommen oder Vermögen besteuern.

Steuerbares Einkommen

Als steuerbares Einkommen gelten die erzielten Einkünfte abzüglich Gewinnungskosten, allgemeine Abzüge und Sozialabzüge.

Steuerbefreiung Grundsätzlich sind alle natürlichen und juristischen Personen steuerpflichtig. Vereine, Stiftungen und andere juristische Personen können aber von der Steuerpflicht befreit werden, wenn sie gemeinnützige, öffentliche oder kultische Zwecke verfolgen.

Steuererlass

  

Als Steuererlass gilt der ausnahmsweise Verzicht von Kanton und Gemeinden auf die Einforderung von geschuldeten Steuern. Er ist nur möglich, wenn die Einforderung der Steuer eine unzumutbare Härte für die betroffene Person darstellen würde.

Steuerharmonisierung

Als Steuerharmonisierung gilt die Angleichung der Steuerordnungen der Kantone und Gemeinden und des Bundes. Nicht harmonisiert sind die Vorschriften zur Bestimmung der Höhe der geschuldeten Steuern, also insbesondere die Steuertarife, die Steueranlagen und die Sozialabzüge.

Steuerhoheit

Steuerhoheit bedeutet das Recht eines Gemeinwesens zur Erhebung von Steuern. Die Befugnis, Einkommens- und Vermögenssteuern zu erheben, haben sowohl der Bund als auch die Kantone und die Gemeinden.

Steuern

Steuern sind Geldleistungen der natürlichen und juristischen Personen an das Gemeinwesen, ohne dass diese Personen dafür eine individuelle Gegenleistung erhalten.

Steuerperiode

Als Steuerperiode gilt der Zeitraum, für den eine Steuer geschuldet ist.

Steuerpflicht

Als Steuerpflicht bezeichnet man die Verpflichtung einer natürlichen oder juristischen Person zur Bezahlung von Steuern.

Steuersatz

Als Steuersatz gelten die Prozent- oder Promillesätze in den Steuertarifen. Sie dienen der Berechnung der Einfachen Steuer.

Steuersubjekt Steuersubjekt ist diejenige natürliche oder juristische Person, welche zur Leistung einer Steuer verpflichtet ist.

Steuertarif

Der Steuertarif dient der Berechnung der Einfachen Steuer.

Steuerteilung
Die Steuerteilung bei Ehegatten dient der Festsetzung der individuellen Steueranteile jedes Ehegatten an der Einkommens- und Vermögenssteuer des Ehepaars. Sie erfolgt auf Antrag hin oder bei Zahlungsunfähigkeit eines Ehegatten. Die Steuerteilung im interkantonalen und internationalen Verhältnis dient der Zuweisung von Einkommen und Vermögen an verschiedene Kantone oder Staaten, wenn die steuerpflichtige Person in mehreren Kantonen oder Staaten steuerpflichtig ist. Ein typisches Beispiel ist ein Wohnsitz im Kanton A und Liegenschaften im Kanton B.

Weitere Informationen

Bestellen Sie unsere 31-seitige kostenlose Infobroschüre als praktische Einführung ins Steuerwesen des Kantons Bern oder laden Sie die Broschüre als PDF herunter.

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

http://www.fin.be.ch/fin/de/index/steuern/ratgeber/glossar/s_bis_sz.html