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Jugendliche

Unser 16-jähriger Sohn hat soeben eine Lehre begonnen. Müssen wir seinen Lehrlingslohn versteuern?
Nein. Das Einkommen und Vermögen von minderjährigen Kindern (Stichtag 31.12.), ist zwar in der Steuererklärung der Eltern zu erfassen. Das gilt aber nicht für Erwerbseinkünfte. Wenn also das minderjährige Kind einen Lehrlingslohn oder ein anderes Erwerbseinkommen (z.B. Ferienjob) erzielt hat, ist dieses Erwerbseinkommen in einer eigenen Steuererklärung des Kindes zu deklarieren. Minderjährige Kinder werden deshalb bereits ab dem 16. Altersjahr aufgefordert, eine eigene Steuererklärung einzureichen. Wenn das minderjährige Kind noch kein Erwerbseinkommen erzielt hat, ist die Steuererklärung nur zu unterzeichnen und «leer» einzureichen.

Ich habe soeben eine Lehre begonnen. Muss ich meinen Lehrlingslohn versteuern?
Ja, die Erwerbseinkünfte von minderjährigen Jugendlichen sind in der eigenen Steuererklärung aufzuführen und zu versteuern. Anderes Einkommen (z.B. Waisenrente) und das Vermögen sind hingegen bis zum 18. Altersjahr in der Steuererklärung der Eltern zu deklarieren. Erzielen Jugendliche noch kein Erwerbseinkommen, so muss die eigene Steuererklärung nur unterzeichnet und «leer» eingereicht werden.

Kann ich Auslagen für die Stellensuche unter Berufsauslagen geltend machen?
Nein. Wird ein Erwerbseinkommen in der Steuererklärung deklariert, gelten die Auslagen im Zusammenhang mit Bewerbungen nicht als Gewinnungskosten und können nicht abgezogen werden. Nur bei Arbeitslosigkeit gelten diese Auslagen als Gewinnungskosten.

Welche Kosten, die im Zusammenhang mit meiner Berufslehre stehen, kann ich abziehen?
Lernende, die eine Berufslehre absolvieren, machen eine praktische Ausbildung in einem Lehrbetrieb. Parallel dazu besuchen sie eine Berufsfachschule. An sich ist die gesamte Tätigkeit eines Lernenden als Ausbildung zu qualifizieren. Ausbildungskosten für Erstausbildungen oder Zweitausbildungen sind grundsätzlich steuerlich nicht abziehbar.

Lernende in der Berufslehre erzielen ein Erwerbseinkommen, deshalb können die Kosten, die in einem direkten Zusammenhang mit der eigentlichen praktischen Tätigkeit stehen, als Berufskosten abgezogen werden. Mit anderen Worten kann der Lernende die Fahrt zum Lehrbetrieb sowie die auswärtige Verpflegung (an Tagen, an denen er im Lehrbetrieb arbeitet) vom Einkommen abziehen.
Die Kosten, die in einem direkten Zusammenhang mit der theoretischen Ausbildung an der Berufsfachschule stehen, stellen eigentliche Ausbildungskosten dar (dazu zählen Schulgelder, Lehrmittel, aber auch der Weg zur Berufsfachschule sowie die dortige Verpflegung). Streng rechtlich können diese Kosten vom Lernenden nicht als Berufskosten abgezogen werden. Die Praxis der Steuerverwaltung akzeptiert jedoch den Abzug dieser Kosten als Berufskosten, sofern der Lernende diese selber trägt. Ausbildungskosten, die von den Eltern getragen werden, können von diesen als auswärtige Ausbildungskosten abgezogen werden, vorausgesetzt das Kind hat diese nicht bereits beansprucht.

Hinweis

Weitere Informationen finden Sie unter Lebenssituationen

Jugendliche

Aus- und Weiterbildung

Weitere Informationen zu den Berufskosten eines Lernenden: TaxInfo

Weitere Fragen und Antworten zu diesem Thema finden Sie unter

Kinder


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