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Jobsharing

Jobsharing stellt eine Sonderform der Teilzeitbeschäftigung dar. Eine Funktion bzw. ein Arbeitspensum wird auf zwei oder mehr Personen aufgeteilt. Im Verhältnis zur Arbeitgeberseite übernimmt das Team gesamtverantwortlich die Erfüllung der vereinbarten Aufgabe. Die Aufteilung erfolgt nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich. Es wird also Teilzeitarbeit an Arbeitsplätzen ermöglicht, die eine vollzeitige Anwesenheit verlangen.

Voraussetzungen für ein erfolgreiches Jobsharing

Jobsharing ist die schwierigste Form der Teilzeitarbeit, weil sie von den beteiligten Personen abhängt. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, ob sich die jeweiligen Jobsharing-Partnerinnen- oder Partner bezüglich Arbeitsplatz, Qualifizierung, Persönlichkeit, Kommunikationsfähigkeit und Verantwortungsbereitschaft eignen. Die Zusammenarbeit bedingt gegenseitige Abstimmungesprozesse und gemeinsame Entscheidungen. Erfahrungen haben gezeigt, dass die Einführung dieser Arbeitsform zu einem grossen Anteil dort realisierbar ist, wo eine innovative Organisationskultur gelebt wird und seitens des Arbeitsumfeldes die entsprechende Bereitschaft vorhanden ist, solche Arbeitsverhältnisse zu fördern. Sind die Voraussetzungen für ein Jobsharing vorhanden und wird das Jobsharing von allen Beteiligten getragen, kann diese Arbeitsform für die Unternehmung ein Gewinn sein.

Chancen und Risiken von Jobsharing

Mit entsprechender Planung und Organisation eignet sich Jobsharing insbesondere für Führungskräfte. Das Angebot von Jobsharing ermöglicht Männern und Frauen speziell in Führungspositionen Familienverantwortung und Berufstätigkeit besser zu vereinbaren. Unternehmen schaffen sich strategische Wettbewerbsvorteile (Bewahrung von betrieblichem Know-how und qualifizierten Führungskräften, kreativere Lösungen, indem mehr Ideen und Überlegungen einfliessen usw.) und profilieren sich als attraktive Arbeitgeberinnen oder Arbeitgeber auf dem Arbeitskräftemarkt.

Jobsharing vs. Jobsplitting

  • Beim Jobsharing überschneiden sich die Arbeitsgebiete der Mitarbeitenden. Gegenüber der Arbeitgeberseite besteht ein gemeinsamer Anstellungsvertrag, der auch gemeinsam aufgelöst wird.
  • Beim Jobsplitting erfolgt eine gemeinsame Planung und Aufteilung der Arbeit, wobei idealerweise die Aufgaben nach persönlichen Neigungen, Kompetenzen und Erfahrungen verteilt werden. Es wird vereinbart, wer wann in welchem Umfang arbeitet und welche Aufgaben zu erfüllen sind. Die Teilenden tragen individuell Verantwortung für den jeweiligen Teil der Aufgabe. Gegenüber der Arbeitgeberseite bestehen separate Anstellungsverträge, welche unabhängig voneinander aufgelöst werden können.

In der Praxis bestehen oft Mischformen zwischen Jobsharing und Jobsplitting. Dies ist auch in der Kantonsverwaltung der Fall. Ein "klassisches" Jobsharing, wie es in der Theorie beschrieben wird, findet selten Anwendung.


Weitere Informationen

Hier finden Sie offene Stellen beim Kanton Bern als Arbeitgeber.

Stossrichtungen, Ziele und Massnahmen der künftigen Personalpolitik

 


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