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Jahresarbeitszeit

Grundsätze der Jahresarbeitszeit (JAZ)

Mit der Jahresarbeitszeit (JAZ) wird der Spielraum für die Gestaltung der Arbeitszeit wesentlich ausgeweitet. Dies hat sowohl für den Mitarbeitenden als auch für den Arbeitgeber Vorteile: Die Mitarbeitenden können ihre Berufstätigkeit besser auf Ansprüche der Familie oder auf individuelle Ziele (z.B. Weiterbildung) abstimmen. Der Arbeitgeber kann die Schwankungen der Arbeitsbelastung besser auffangen und damit auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden abstimmen.

Dann arbeiten, wenn es Arbeit gibt

Nicht die monatliche Arbeitszeit ist massgebend. Als Betrachtungshorizont gilt das ganze Jahr. Gibt es viel zu tun, wird länger als die üblichen 42 Wochenstunden gearbeitet. Die zu viel geleisteten Stunden können in Perioden mit geringerer Arbeitsbelastung kompensiert werden. Mit der Jahresarbeitszeit wird angestrebt, über die Sollarbeitszeit hinaus gehende Zeitguthaben auf ein Minimum zu beschränken.

Es müssen nicht immer alle Mitarbeitenden anwesend sein. Wichtig ist, dass der Betrieb innerhalb festgelegter Ansprechzeiten funktioniert. Die Teams müssen sich untereinander und mit ihrem Vorgesetzten absprechen und sicherstellen, dass die anfallende Arbeit erledigt und die externen und internen Kontakte gewährleistet sind.

Kontrolle mit Ampelsteuerung

Idealerweise sollten die Zeitkonti aller Mitarbeitenden am Jahresende ausgeglichen sein. Dies ist je nach Betrieb nicht immer möglich. Eine monatliche Kontrolle der Zeitkonti mit dem Instrument der Ampelsteuerung hilft, den Überblick zu behalten und bei Bedarf zu handeln.

Abrechnung am Jahresende

Grundsätzlich dürfen Ende Jahr nicht mehr als 100 Stunden JAZ-Guthaben bestehen. Bis zu 100 Stunden können auf das nächste Jahr übertragen werden. Unter bestimmten Bedingungen ist eine Auszahlung von JAZ-Guthaben möglich: Wird der Maximalsaldo von 100 Stunden am Ende eines Kalenderjahres überschritten, kann eine Auszahlung bis auf einen Restsaldo von 50 Plusstunden durch das zuständige Regierungsmitglied bewilligt werden. Solche Auszahlungen werden restriktiv gehandhabt und können beispielswiese zur Anwendung gelangen, wenn Polizeieinsätze, Unwetter oder dringende Gesetzgebungsverfahren zu unvermeidlicher Mehrarbeit führten. Möglich ist auch, dass am Ende des Kalenderjahres ein JAZ-Saldo von 100 Stunden auf das Folgejahr übertragen wird, sofern eine verbindliche Abbauplanung und eine Bewilligung des zuständigen Regierungsmitglieds vorliegen. Ohne Bewilligung verfällt der Anteil des Guthabens über 100 Stunden entschädigungslos.

Grenzen der Arbeit

Grundsätzlich soll pro Tag nicht mehr als 10 Stunden gearbeitet werden. In Ausnahmefällen und im Einvernehmen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden können pro Tag maximal 12 Stunden gearbeitet werden. Pro Woche sind maximal 50 Stunden zulässig. Zudem kann mit dem Einverständnis des Vorgesetzten freiwillig bis 23 Uhr und auch am Samstag gearbeitet werden. Dies sollte jedoch nicht die Regel sein.

Die verbindlichen Bedingungen entnehmen Sie bitte dem JAZ-Reglement (PDF, 140 KB, 16 Seiten).


Weitere Informationen

Hier finden Sie offene Stellen beim Kanton Bern als Arbeitgeber.

Stossrichtungen, Ziele und Massnahmen der künftigen Personalpolitik

 


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